Hücker & Hücker - Prüfen. Lernen. Vertrauen.

Aktuelles

09.06.2013Akademie

Zur Ausbildung von Hygienefachkräften für Krankenhäuser und Hygienebeauftragten für Pflegeeinrichtungen – ein neues Konzept

Prof. Dr. Gerhard Hücker, Leiter der Berufsakademie der Hücker & Hücker GmbH, Kelkheim [1]

Die Ist-Situation

Die RKI-Empfehlung und die Hygieneverordnungen der Bundesländer zwingen Krankenhäuser zur verstärkten Ausbildung qualifizierter Hygienefachkräfte, Pflegeeinrichtungen zur häufigeren Ausbildung von Hygienebeauftragter für Pflegeeinrichtungen. Der zur Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften gesetzte Erfüllungstermin Ende 2016 hat dazu geführt, daß Weiterbildungseinrichtungen wie Pilze aus dem Boden schiessen. Leider auch solche Institutionen, deren Weiterbildungsangebot nicht den Ansprüchen genügt.

Der Vorstand der Vereinigung der Hygienefachkräfte in Deutschland hat zu Recht davor gewarnt, daß die durch den Gesetzgeber ausgelöste Hektik dazu geführt hat, dass eine Vielzahl von teilweise unseriösen Fort- und Weiterbildungseinrichtungen entsprechende Qualifikationen im Schnelldurchlauf versprechen und ungeeignet sind. [2]

Aber es gibt neben den langjährlich etablierten staatlichen Ausbildungsstätten – hier ist insbesondere das langjährig bewährte Kursangebot des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg zu nennen – auch für neue Weiterbildungsstätten die Möglichkeit, durch geschickte Kombination von Lernmethoden und parallel zu absolvierenden  berufspraktischen Einsätzen der Kursteilnehmer den Standard der Weiterbildung hoch zu halten, d.h. eine theoretische und praktische Ausbildung gemäß den Vorschriften zu gewährleisten. Und dies in kürzest möglicher Zeit zu für die Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen attraktiven Konditionen. Denn die Kosten der Weiterbildungsmaßnahme sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung  für oder gegen eine Weiterbildung. Ein Beispiel dafür möchte ich Ihnen vorstellen.

Das neue Konzept

Die Berufsakademie der Hücker & Hücker GmbH, die sich auf Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter im Gesundheitswesen spezialisiert hat, bietet ein neues Ausbildungskonzept an. Die Akademie hat ihren Sitz in Hessen. Deswegen richtet sich die Vermittlung des Lehrinhaltes nach den hessischen Vorschriften, d.h. der hessischen Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für die Pflege und Entbindungspflege in der Fassung vom 6. Dezember 2012.[3], ist aber für Teilnehmer aus allen Bundesländern offen.

Die Weiterbildungsordnung von Hygienefachkräften für Krankenhäuser und Hygienebeauftrgaten In Pflegeeinrichtungen ist in Hessen modular gegliedert. Sie ist sehr modern. Nach § 2 Abs. 7 kann die Weiterbildung in Voll- oder Teilzeitform, aber auch durch Fernunterricht und Elearning erfolgen.[4]

Dies hat sich die Akademie der Hücker & Hücker GmbH zunutze gemacht und bietet ihre Weiterbildungsmaßnahmen als Kombination von Elearning am Computer zuhause, der praktischen Übung des Gelernten an Präsenztagen und im Verbund mit berufsbegleitenden Praktika in den Häusern der Teilnehmer an. Hierfür werden mit den Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen Kooperationsverträge geschlossen, welche die Betreuung und die gemeinsam mit den Lehrkräften der Akademie durchgeführte Überwachung der Praktika regeln.

Auf diese Weise lassen sich die Vorteile modernen Lernens am Computer zuhause mit Übungen an den Präsenztagen und der Kombination von Theorie und Praxis auf den einzelnen berufspraktischen Stationen in den Häusern verbinden.

Das Konzept der Akademie basiert auf 4 Säulen:[5]

  • Der Vermittlung von Wissen
  • Der praktischen Umsetzung des Gelernten
  • Der berufsbegleitenden Weiterbildung
  • Der intensiven Prüfungsvorbereitung

Die Vermittlung von Wissen

Für jedes der Module wird den Teilnehmern, sukzessive über die Kursdauer von 10 bzw. 5 Monaten, Wissen zur Verfügung gestellt, damit sie in der Lage sind, sich eine eigene fachliche Meinung zu bilden. Als ausschließliche Orientierung dienen dabei die gesetzlichen Vorgaben und der jeweils aktuelle Stand von Wissenschaft und Technik.
Wissen wird  durch die modernste Form des Lernens vermittelt: Mit einer eigenen Online-Plattform im Internet. Die Teilnehmer lernen zuhause am Computer, wann immer Sie Zeit und Muße haben. Sie hören und sehen dort Vorlesungen, untermauert mit Power-Point-Präsentationen, Bildern und Grafiken. Außerdem erhalten Sie Skripten, in denen Sie das Vorgetragene nacharbeiten können. Sie können den Stoff so oft wiederholen, wie Sie wollen. Ein Teilnehmerforum gibt die Gelegenheit, sich mit den Referenten und anderen Teilnehmern auszutauschen und Fragen zu stellen.

An den am Ende jedes Moduls an einem Wochenende stattfindenden Präsenztagen werden noch offene Fragen diskutiert.

Die praktische Umsetzung des Gelernten

Das Üben der praktischen Umsetzung des theoretisch Gelernten ist eine wichtige Voraussetzung dafür, daß die Teilnehmer das theoretisch Erlernte später im praktischen Alltag anwenden können. Allein die praktizierte Umsetzung des Gelernten ermöglicht den gewünschten beruflichen Erfolg. Deshalb wird an allen Präsenztagen praxisnah geübt. Die Präsenzseminare sind so terminiert, daß die Teilnehmer in Ihrer praktischen Arbeit nicht beeinträchtigt sind.

An den ein oder zwei Präsenztagen je Modul lernen die Teilnehmer in Gruppenarbeit auch, Ihre Meinung gegenüber anderen zu verteidigen. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei das Erlernen und Üben kommunikativer Fähigkeiten bei der Überzeugungsarbeit, die hier besonders wichtig sind, da Hygienefachkräfte zumeist eine rein beratende Tätigkeit ausüben.

Die berufsbegleitende Weiterbildung

Die Teilnehmer werden berufsbegleitend weitergebildet. In Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern absolvieren zukünftige Hygienefachkräfte in insgesamt 1200 Stunden, also jeweils für ca. 3 – 4 Wochen, parallel zum eigenen Lernen verschiedene Weiterbildungsstationen. Diese sind:

  • Ein mikrobiologisches Labor oder Hygieneinstitut
  • Eine Intensivpflegeeinheit
  • Ein operativ-chirurgischer Bereich
  • Innere Medizin
  • Küche
  • Krankenhaustechnik
  • Zentralsterilisation
  • sowie die Hospitanz bei einer Hygienefachkraft.

Dabei werden Sie im Rahmen von zwischen Akademie und Krankenhäusern bzw. Pflegeeinrichtungen abgeschlossenen Kooperationsverträgen von den Häusern und zusätzlich von Lehrkräften der Akademie betreut.

Zukünftige Hygienebeauftragte in Pflegeeinrichtungen absolvieren 120 Stunden in einer stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtung.

Die intensive Prüfungsvorbereitung

Da Prüfungen verlangt werden, bereitet die Akademie Sie intensiv darauf vor. In den online-Kursen wird am Ende einer jeden Lerneinheit ein Wissenscheck angeboten. Multiple-Choice-Fragen geben Gelegenheit, sich auf die Prüfung zu den einzelnen Modulen vorzubereiten. Vorlesungen, Wissenscheck und Skripten sind hierfür die Grundlage. Schriftliche Multiple-Choice-Prüfungen finden am Ende eines jeden Präsenzwochenendes, also zu jedem Modul statt. Vorher stehen die Referenten persönlich als Sparringspartner zur Verfügung.
Außerdem findet am Ende des Kurses ein eintägiger zusätzlicher Übungstag statt, an dem mit den Teilnehmern das abschließende mündliche Staatsexamen simuliert wird.

Diese mündliche Prüfung, in der nach 60-minütiger Vorbereitung vor einer staatlichen Prüfungskommission die Lösung einer bestimmten Aufgabe über einen Zeitraum von 30 Minuten vorgetragen und verteidigt werden muß, bildet den Abschluß der Weiterbildungsmaßnahme.

Staatliche Anerkennung der Weiterbildungsstätten

Aus- und Weiterbildungsstätten müssen nach der hessischen Weiterbildungsverordnung vom Regierungspräsidium Darmstadt, das für Hessen federführend ist, staatlich anerkannt sein. Diese staatliche Anerkennung ist eine nicht leicht zu nehmende Hürde, aber ein Garant dafür, daß die Qualität der Weiterbildungsmaßnahme gewährleistet ist. Das Bestehen der staatlichen Abschlußprüfung bedeutet für die Teilnehmer: Sicherheit der Anerkennung der erbrachten Prüfungsleistung und der entsprechenden Zertifikate. Die Akademie der Hücker & Hücker GmbH ist seit dem 18. Dezember 2012 staatlich anerkannt.[6]

Bezüglich der Anerkennung in anderen Bundesländern ist es Regel, daß die Ausbildung anerkannt wird, wenn die entsprechenden Vorgaben des Robert-Koch-Institutes über den Inhalt der Weiterbildungsmaßnahme eingehalten wurden. Dies setzt eine theoretische Ausbildung von 720 Stunden und eine praktische Weiterbildung von zwischen 3 (Niedersachsen), 1155 (Nordrhein-Wetsfalen) und maximal 1320 Stunden (Hessen) voraus. Es wäre ja auch noch schöner, wenn die föderale Struktur der Verantwortlichkeit für die pflegerische Weiterbildung in Deutschland in einigen Bundesländern zu Berufsverboten für staatlich examinierte Hygienefachkräfte und Hygienebeauftragte anderer Bundesländer führen würde.[7]

Die Lehrinhalte

Die Lehrinhalte für zukünftige Hygienefachkräfte sind in  2 Grundmodule und 5 Fachmodule, also insgesamt 7 Module gegliedert. Für die Weiterbildung von Hygienebeauftragten in Pflegeeinrichtungen sind die gleichen 2 Grundmodule und die ersten beiden Fachmodule, also insgesamt 4 Module, vorgeschrieben. Die Kurse für die Weiterbildung zu Hygienefachkräften sind mit einer theoretischen Gesamtstundenzahl von 720 konzipiert, die für Hygienefachkräfte in Pflegeeinrichtungen mit einer Gesamtstundenzahl von 300. Im einzelnen haben die Module folgende Lehrinhalte:

1. Die Grundmodule

1. Grundmodul : „Kommunikation, Anleitung und Beratung“

Ziel dieses Moduls ist es,  daß die Teilnehmer lernen, Beziehungen zu gestalten, mit Kollegen zu kommunizieren, zu kooperieren und eventuelle Konflikte zu bewältigen.

Dies ist für Hygienefachkräfte von besonderer Bedeutung, da sie in den Häusern zumeist keine Weisungsfunktion haben, sondern durch ihre Kompetenz und ihre Geschicklichkeit im Umgang mit Kollegen Überzeugungsarbeit leisten müssen. Neben der rein fachlichen, hygienischen Kompetenz ist deshalb die Beherrschung aller Facetten der Gestaltung von Beziehungen und der Methodik der Konfliktbewältigung extrem wichtig.

2. Grundmodul : „Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen“

Ziel dieses Modul ist es, den Teilnehmern zunächst die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge zu vermitteln. Dazu gehört der Stellenwert des Gesundheitswesens für die Volkswirtschaft, die Struktur und Gliederung des Gesundheitswesens sowie die Markt- und Wettbewerbssituation der Anbieter.

Des weiteren werden die betriebswirtschaftlichen Grundlagen, d.h. die einzelnen Produktionsfaktoren und Grundfunktionen eines Betriebs und ihre Bedeutung im Gesundheitswesen, vermittelt.

Dieses Modul umfaßt ebenfalls die Vermittlung der Anwendung der gesetzlichen Vorgaben auf den eigenen zukünftigen Arbeitsbereich.

Ohne Beachtung der wirtschaftlichen Bedeutung, der rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Konsequenzen kann eine Führungsfunktion in Krankenhaus oder Pflegeeinrichtung nicht ausgeübt werden.

2.  Die Fachmodule

1.  Fachmodul: Mikrobiologie, Infektionskrankheiten und Prävention

In diesem Fachmodul wird ein erster Überblick über die berufliche Praxis einer Hygienefachkraft bzw. eines Hygienebeauftragten gegeben.

Die Teilnehmer erlernen die Grundlagen der Mikrobiologie, vor allem die verschiedenen Arten von Mikroorganismen unter dem Aspekt ihrer Pathogenität, sowie Grundlagen der Infektiologie, Bakteriologie, Epidemiologie und Immunologie kennen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlung der wesentlichen Untersuchungsmethoden, insbesondere die Gewinnung von Untersuchungsmaterial und die Erregernachweise.

Zum Lehrinhalt gehören weiterhin die Maßnahmen der Prävention, also die Methoden der Keimreduktion, die Maßnahmen des Selbstschutzes und der Sozialhygiene sowie die Bedeutung der Aufbereitung von Medizinprodukten.

 

2. Fachmodul:  Organisation der Hygiene

Ziel dieses Moduls ist die Vermittlung der organisatorischen, technischen und betrieblichen Notwendigkeiten zur Ausübung des Berufs in der täglichen Praxis.

Zur Organisation der künftigen beruflichen Tätigkeit werden Details über Statistik, Pläne, relevante Richtlinien, Gesetze und Verordnungen, Pflegestandard und ihrer praktischen Umsetzung sowie die Durchführung von Schulungsmaßnahmen vermittelt.

Ein weiterer Teilbereich der Weiterbildung gilt der Mitarbeit in interdisziplinären Kommissionen, wie z.B. der Hygienekommission oder Baukommission.

Da die tägliche Arbeit auch detaillierte Kenntnisse der technischen Anlagen der Hygiene, wie z.B. der Gerätetechnik, der eingesetzten  Medizinprodukte, aber auch der eingesetzten Verfahren zur Sicherung des Erfolgs, also der vorschriftsmäßigen Aufbereitung von Medizinprodukten und der Risikoanalyse in Küchen, Wäschereien und bei der Bettenaufbereitung, verlangt, sind dies ebenfalls Lerninhalte.

Das Modul wird ergänzt durch eine Information zur Tierhaltung.

3. Fachmodul:  Spezielle Krankenhaushygiene (für Hygienefachkräfte in KH)

Ziel dieses Moduls ist es,  Grundlagen für die Erarbeitung eigener Konzepte zu erlernen und die Grundlagen für deren Integration in den zuständigen Gremien zu vermitteln.

Dieses für die praktische Arbeit im Krankenhaus wichtige Fachmodul behandelt die speziellen Anforderungen an die Hygiene in den einzelnen Fach-, Funktions- Pflege und Diagnostikbereichen. Damit werden diejenigen Kompetenzen vermittelt, mit denen die Teilnehmer ihr professionelles Arbeiten in die individuellen Anforderungen der unterschiedlichen Bereiche eines Krankenhauses integrieren können.

Dazu gehört insbesondere die Erfassung und Dokumentation nosokomialer Infektionen, die Erstellung entsprechender Statistiken und das Erlernen der Regeln des Qualitätsmanagements, z.B. KTQ und EFQM.

Arbeitssicherheitsmaßnahmen, die sichere Behandlung biologischer Arbeitsstoffe und die Vermittlung der arbeitsablauftechnischen hygienischen Anforderungen bei Baumaßnahmen ergänzen den Inhalt dieses Moduls.

 4. Fachmodul: Technik und Umwelt / Ver- und Entsorgung (für Hygienefachkräfte in KH)

Ziel dieses Moduls ist die Vermittlung aller wissenschaftlichen Kenntnisse hinsichtlich der Bedeutung der örtlichen technischen Gegebenheiten für den Umweltschutz.

Zunächst werden die technischen Grundlagen der hygienisch relevanten Einrichtungen eines Krankenhauses wie Luft- und Wasseraufbereitung, Dosieranlagen, Transportanlagen, die Bettenaufbereitung sowie die Aufbereitung von Medizinprodukten vermittelt, dann wird deren Interaktion mit der Umwelt und erforderliche Schutzmaßnahmen behandelt.

5. Fachmodul: Krankenhausbetriebslehre und EDV gestütztes empirisches Arbeiten (für Hygienefachkräfte in KH)

Die Überschrift dieses Modul ist unspezifisch und teilweise im Vergleich zum Inhalt vorheriger Module redundant. Gewollt ist vom Gesetzgeber die Vermittlung der Methoden der Infektionsepidemiologie, die Methoden der Erfassung und die EDV-basierte Auswertung der Daten, der Umgang mit Studien und die Zusammenarbeit mit externen Expertengremien wie z.B. KISS, nationalem Referenzzentrum und dem Robert-Koch-Institut. Bedeutung und Zielsetzung interner und externer Begehungen sind ebenfalls Bestandteil des Lerninhaltes.

Zusätzlich soll in diesem Modul die Kostenplanung, die Budgetierung und das Controlling des eigenen Etats vermittelt werden.

Der Studienplan

Der theoretische Teil der Weiterbildung läuft wie folgt ab:

Auf einem zweitägigen Einführungsseminar lernen die Teilnehmer die Referenten, Ihre Kollegen sowie den Umgang mit dem Internet-Portal kennen. Sie erhalten auch den Benutzernamen und das Passwort für den Zugang zu den Online-Präsentationen. Diese bestehen aus mehreren jeweils ca. 45-minütigen Vorträgen. Das 1. Modul wird freigeschaltet, das Skript zum 1. Modul verteilt. Ab sofort steht den Teilnehmern auch das Teilnehmerforum zur Verfügung.

An dem in einem Anstand von etwa 5 - 6 Wochen stattfindenden nächsten Präsenzwochenende werden die Inhalte des 1. Moduls wiederholt, Fragen beantwortet und die praktische Umsetzung des Lehrinhaltes in Gruppenarbeit geübt. Am Ende steht die 1. schriftliche Prüfung in Form eines 90-minütigen Multiple-Choice-Tests an. Ab sofort ist das nächste Modul freigeschaltet. Das 2. Skript wird verteilt.

In gleichen Abständen schließen sich die folgenden Präsenztage mit den jeweiligen Inhalten und Prüfungen an, bis nach einer Kursdauer von ca. 10 bzw. 5 Monaten die Abschlußprüfung ansteht. Eine Woche vor der staatlichen Abschlußprüfung findet, um den Teilnehmern die nötige Sicherheit zugeben, eine akademieinterne Testprüfung  nach dem gleichen Procedere wie bei der späteren Abschlußprüfung statt.

Parallel zu dieser theoretischen Ausbildung erfolgt die berufsbegleitende Weiterbildung auf den vorab beschriebenen 8 verschiedenen Stationen.

Vor- und Nachteile des Konzepts

Manche Interessenten werden es als Nachteil empfinden, daß sie in ihrer Freizeit zuhause lernen müssen, und dies allein. Deshalb erfordert die Teilnahme an diesen Kursen auch die Bereitschaft, intensiv und selbständig zu arbeiten, sich ausreichend zu motivieren und sich im Wissenscheck selbst zu kontrollieren. Es könnte auch sein, daß einige Interessenten sich durch die parallele Weiterbildung in Theorie und Praxis überfordert fühlen. Diese müssen dann auf die bisher angebotenen zweijährigen Präsenzkurse zurückgreifen.

Unbestrittener Vorteil des neuen Konzept ist zunächst die Kürze der Ausbildungszeit. Teilnehmer, die aktiv mitarbeiten, werden in 10 Monaten zur staatlichen Abschlußprüfung als Fachkraft für Krankenhaushygiene bzw. in 5 Monaten zur staatlichen Abschlußprüfung als Hygienebeauftragte in Pflegeeinrichtungen geführt. Sie erreichen ihr berufliches Ziel wesentlich schneller als andere.

Ein weiterer Vorteil entsteht durch das Lernen in der Freizeit und an Wochenenden in Kombination mit der praktischen Weiterbildung in den Häusern. Es ermöglicht die Durchführung einer Fortbildungsmaßnahme, ohne daß die Teilnehmer in den Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen als Mitarbeiter ausfallen und wochen- oder monatelang abwesend sind. Daraus resultiert für die entsendenden und im Normalfall auch zahlenden Häuser ein nicht zu unterschätzender Kostenvorteil, zumal auch Übernachtungskosten und Spesen entfallen.



[1] Dienstanschrift: Hücker & Hücker GmbH, Wilhelmstr. 3 65779 Kelkheim; www.hhakademie.de

[2] Vgl. www.die-vhd.de / Presserklärung vom 6. August 2012

[3] Siehe Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen, TeilI – 28. Dezember 2010, S. 654v ff.

[4] Vgl. Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen, Teil I – 28. Dezember 2010, S. 655.

[5] Siehe auch www.hhakademie.de

[6] www. http://hhakademie.de/index.php/ueber-uns/aktuelles/110-wir-sind-staatlich-anerkannt.html

[7] Vgl. z.B. die Weiterbildungsordnung Baden-Württemberg, § 3 Abs. 4; Nordrhein-Westfalen § 29;